am 09. und 12. Juli 2020
Noch 132 Tage bis zum Open Air Festival
Wucan Wucan
Stil:
Kräuterrock
 
Videos / Soundplayer:
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WUCAN gründen sich 2012 in Dresden. Trotz ihrer noch kurzen Geschichte kann die junge Band allerdings bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken. Alles begann mit der zunächst nur auf Vinyl im November 2014 erschienenen EP "Vikarma" über das Metal Underground Label Metalizer Records. Diese erste 500er Auflage erhielt glänzende Reviews und war binnen kurzer Zeit ausverkauft. Bei zahlreichen Konzerten erspielte sich die Band in der Zwischenzeit durch ihre energetische Live-Präsenz schnell ein festes Stammpublikum. Highlights waren unter anderem das prestigeträchtige Hammer Of Doom Festival und eine Tour als Support von Siena Root.
Die Qualitäten der Band erkannte wenig später auch Heavy Metal Veteran Karl Walterbach und nahm sie unter seine Fittiche. Es folgt ein Plattenvertrag mit Manfred Schütz MIG Music, für Wucan eine mehr als gelungene Entwicklung. Mit einigen Vorschusslorbeeren ging es ins Studio, um am Debütalbum "Sow The Wind" zu arbeiten. Dafür suchte die Band sich das in Szenekreisen hoch gehandelte Big Snuff Studio in Berlin aus. Unter der Regie von Richard Behrens, auch bekannt als Produzent diverser einschlägiger Bands sowie Livemischer von Kadavar und Bassist der Berliner Sabbath-Rocker Heat, entstand so ein puristischer und versierter erster Longplayer.
Der auffallend roughe Sound auf "Sow The Wind" wurde zu großen Teilen mit analoger Technik erzielt und passt perfekt zum late 60s und 70s Feeling, mit dem sich die Band an vielen Stellen identifziert. Außerdem arbeiteten Wucan bei den Studio-Aufnahmen zum ersten Mal mit Instrumenten wie etwa einem Moog-Synthesizer und dem schon fast legendär anmutenden Moog Etherwave Theremin. Produzent Behrens hat es geschafft, die Essenz und Dynamik einer WUCAN-Liveshow einzufangen, die eben den Retro-Sound mit modernem Heavy Rock zusammenbringt.
Das Ergebnis sind sechs äußerst vielfältige Tracks, die in Sound und Komposition tatsächlich aus den Siebzigern stammen könnten. WUCAN outen sich jedoch keinesfalls als platte Copycats, sondern entwickeln auf erfrischende Weise eine Eigenständigkeit zwischen den Stühlen von damals und heute. Trotz der nicht zu überhörenden Einfüsse von Bands wie Jethro Tull, Renft, Lucifer's Friend, Birth Control und Krautrock im Allgemeinen, ist die Band dennoch auf ihren eigenen Stil fokussiert.
WUCAN präsentieren abwechslungsreiche Songs und Arrangements, die von Jam-Rock-Passagen bis hin zu Metal-induzierten Gitarren-Riffs und Querföten-Parts in bester Anderson-Manier die komplette Palette von 70s Folk-Rock bis hin zu klassischem Hard Rock ausschmücken. Hervorzuheben ist dabei etwa der 15-Minüter "Wandersmann", der sich in deutscher Sprache zu einem epischen PsychedelicRock-Trip entwickelt. Auch der druckvolle und unmittelbare Opener "Father Storm", das harte, Rifflastige "Owl Eyes" und das melodische "King Korea" können mit einem großen Spektrum aus 70s Flash-Backs punkten. Der Fixpunkt ist immer wieder die charakteristische, energetische Stimme von Francis Tobolsky, die auch vor Emotionalität und Melancholie nicht zurückschreckt. Die Sängerin fängt und fesselt ihre Zuhörerschaft geschickt mit Stimme und einer beeindruckenden Ausstrahlung, die vor allem Live hervorragend zur Geltung kommt.
"Sow The Wind" ist ein Debüt, wie es facettenreicher kaum sein kann. Die noch sehr junge Band beweist damit eindrucksvoll, dass man das Quartett auf dem Zettel haben und in den kommenden Monaten ganz genau im Blick behalten sollte. Für Fans von Bands wie Blues Pills, Kadavar oder auch Graveyard ein absolutes Muss.

Foto by Mike Auerbach





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