am 09. und 12. Juli 2020
Noch 142 Tage bis zum Open Air Festival
Dub Spencer & Trance Hill Dub Spencer & Trance Hill
Stil:
Dub
 
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Seit die Schweizer mit dem Debutalbum „Nitro“ die Rückkehr des Spaghetti- Westerns in die Welt des Dubs einläuteten, haben sie mit ihrer Spielleidenschaft, ihrem Gespür für Sounds, ihrer humor- und respektvollen Bearbeitungen populärer Hits (darunter Metallicas „Enter Sandman“) und immensem technischen Können Publikum wie Presse beeindruckt.
Riddim hörte eine „neue Soundsphäre, in der die genretypischen, fetten, stoischen Beats von handgespielten Instrumenten und experimentellen Sounds kontrastiert werden.“ Jazzthetik lobte eine „fantastisch eingespielte Band, formidable Binnendynamik und kompetenten Mixdown.“ Jazzthing befand: „Ihr psychedelischer Dub-Sound, der auch gerne mal von Western- Gitarrenriffs oder auch regelrechten Rock-Soli bereichert wird, klingt wunderbar akustisch und analog.“ Und The Wire musste zugeben: „It sounds cheesy and it shouldn´t work, but it does.”
Seitdem sind fünf weitere Studioalben erschienen, darunter das Clash-Tribute „The Clashification of Dub“, sowie ein Live-Album und eine Remix-LP mit selektiven Dubs von Victor Rice aus Sao Paulo/Brasilien.
Ihr neues Album zu Ehren und zum 100. Geburtstag von William S. Burroughs stellt Höhepunkt und popkulturellen Ritterschlag ihres bisherigen Schaffens dar. Mit offizieller Hilfe und Unterstützung der William S. Burroughs Foundation in den USA gelang ihnen ein Ambient-Meisterwerk in 15 Kapiteln.
Sie rollen durch Dub-Gefilde, voll von schweren Reggaegrooves und außerirdischen Elektroklängen, getragen von pumpenden Basslines, deren hypnotische Wucht den Weg zum Zentrum freiräumt und sanft den Magen streichelt. Aus den verschleppten, instrumentalen, ins Psychedelische driftenden Reggae-Cut-Ups, den verwaschenen Grooves, Leerstellen und virtuosen Andeutungen und der majestätischen Langsamkeit der Riddims erhebt sich die Stimme von WILLIAM S. BURROUGHS, Beat-Poet, Grenzgänger, Edel- Junkie und Ikone der Gegenkultur. Seine markante Stimme trifft auf verschrobene Soundscapes, schroffe Gitarrenakkorde und eine bissige Hammondorgel, die im Mischpult gegeneinander ausgespielt und in Echo getränkt werden und sich im Dub-Treatment gegen die Regeln von Raum und Zeit auflehnen.
Das Album hinterlässt einen wohltuenden Zustand der Verwirrung, entspannt und respektvoll begleitet von der Seele des Mitreisenden William S. Burroughs auf dem Weg in die Unendlichkeit - eine Klangerfahrung mit suchterzeugenden Neben- und Nachwirkungen.

Foto by Severin Ettlin





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