am 10. und 11. Juli 2020
Noch 168 Tage bis zum Open Air Festival
Open Air Hamm 2015 - Infos und Programm

geschrieben am: 11.05.2015 um 18:27:06 Uhr von: Simon
 
Open Air Hamm 2015 Am 12. und 13. Juni wird auf der idyllischen Rheinwiese 12 Apostel wieder das zweitägige Open Air Hamm stattfinden. Gespickt mit außergewöhnlichen Musikern und attraktiven Rahmenveranstaltungen abseits der Bühne geht das Festival in diesem Jahr in seine 45. Auflage. Der wunderschöne Platz am Rhein lädt zum Zelten ein, die vielfältigen Stände versüßen einem das längerfristige Verweilen und das einzigartige Flair verspricht Entspannung.

Das Bühnenprogramm startet am Freitag mit „Juhana Iivonen“, einem Singer-Songwriter aus Finnland. Exzellentes Songwriting, das bis in leicht poppige Stücke reicht, zeichnen seine Musik aus. Er ist mitten im Leben mit seinen Songs und erlebt sie direkt mit seinem Publikum.

Danach folgt auch schon der erste Hauptact: „De Staat“! Die „stilverquirlende Rummelplatz-Bande“ (Laut.de) wird von Kritikern und Fans gleichermaßen euphorisch gefeiert. Das Alternative-Rock-Quintett aus Nijmegen in den Niederlanden konnte sich bereits vor ihrem Plattenvertrag einen ausgezeichneten Ruf erspielen, den sie nach drei Alben und einer EP bereits auf mehreren renomierten Festivals wie z.B. dem Pink Pop bestätigten. Die von der Attitüde eines Nick Cave, Tom Waits oder auch der Queens Of The Stone Age beeinflusste Band bläßt jegliche Zweifel mit ihrer Bühnenshow davon.

Um den Ofen warm zu halten, wird direkt mit treibendem Psychedelic-Rock nachgelegt: „Birth of Joy“ wecken mit ihrem Sound die Urinstinkte, die in vielen schlummern und nur darauf warten, herausgekitzelt zu werden. Bereits auf Tour in den USA und durch ganz Europa hat das Trio seine Live-Qualitäten unterstrichen und mit ihrer modernen Herangehensweise an die 60er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit der Wucht des Punk, begleitet von einer elektrisierenden Hammond-Orgel und einer schneidenden Fuzz-Gitarre, werden so manchem die Blumen aus den Haaren gerockt.

Ab Mitternacht rollt dann eine Band durch Dub-Gefilde, voll von schweren Reggaegrooves und außerirdischen Elektroklängen, getragen von pumpenden Basslines, deren hypnotische Wucht den Weg zum Zentrum freiräumt und sanft den Magen streichelt. „Dub Spencer & Trance Hill“ aus der Schweiz. Ihr aktuelles Album widmet sich dem Beat-Poet William S. Burroughs. Seine markante Stimme trifft dabei auf verschrobene Soundscapes, schroffe Gitarrenakkorde und eine bissige Hammondorgel, die im Mischpult gegeneinander ausgespielt und eine Klangerfahrung mit suchterzeugenden Neben- und Nachwirkungen heraufbeschwören.

Abschließend wird gegen 2 Uhr das Nachtprogramm mit dem Bluesman „Tim Holehouse“ bestritten, der den Delta Blues mit Slide-Guitar und rhythmusbetontem Spiel auf seine eigene Weise interpretiert.

Der Samstag wird traditionell vom Kinder- und Kulturprogramm eröffnet. Zwischen 14 und 18 Uhr sorgen Tattoo-Schminken, Torwandschießen, Pferdereiten und vieles mehr für die Belustigung der Kleinen. Eine Besonderheit ist das Rodeo-Reiten, das es dieses Jahr erstmals geben wird. Zudem wird ab 15:15 Uhr die Theatergruppe "Die Rotznasen" das Theaterstück "Der stramme Max" aufführen.

Bei passendem Wasserstand wird am Strand die „Alliance Dub Station“ ihre mächtigen Lautsprecher aufstellen. Das Soundsystem hat über die Jahre eine große Leidenschaft für den Rasta-Sound und dessen Botschaft entwickelt. Die aus Heidelberg stammenden Musiker wollen der in Deutschland noch recht unbekannten Soundsystem-Kultur zur Blüte verhelfen und machen dabei keine Kompromisse.

Auf der Bühne geht es los mit einem außerdirdischem Quartett: „Space Debris“. Markenzeichen der mittlerweile 14 Jahre jungen Band sind strukturierte Improvisationen im 70er-Sound, wobei im Spielfluß Melodie- und Kompositionsgerüste entstehen. Damit übertragen sie diese im Jazz schon immer übliche Arbeitsweise auf den Psychedelic-, Fusion- und Hardrock. Das Konzept der "Spontankomposition" erinnert an die "Krautband" Can und auch an die frühen Zep und Purple Liveimprovisationen, deren Geist von Space Debris wiederbelebt wird.

„The Feminists“ nehmen als nächstes die Bühne in die Hand. Bei den Berlinern wird 50 Jahre Gitarrenrockgeschichte zitiert, demoliert und dekonstruiert. Rock 'n' Roll wird auf Country geschleudert, Blues gesurft und Folklore aus aller Welt zu fetten Punksongs gegossen. Da wird live der Speck geschüttelt und die eigenwilligen Kompositionen nochmal im kitschigen Macho-Pathos frittiert; da wird geschwitzt, gespuckt und gebettelt. Mahalo!

Daraufhin folgt „Roy de Roy“, die schon 2012 auf dem Open Air Hamm für Begeisterung sorgten. Das aus Wien stammende Quintett mit slowenischen und unaussprechlichen Wurzeln versteht ihre Herkunft als Hauptstadt Osteuropas und bedient sich deren musikalischen Reichtums. Sie recyceln Polka wie Punk, vermischen Swing mit Folk und singen all dies in einer Sprache, die von nur 2 Millionen Menschen gesprochen wird: Slowenisch. Ausstaffiert mit schnellen Gitarren, melancholischem Akkordeon und treibenden Trompeten bietet „Roy de Roy“ eine ekstatische Performance zwischen Piratenwalzer, Polit-Persiflage und tanzbarer Tragik.

Headliner am Samstag ist in diesem Jahr „Dikanda“. Die polnische Band überzeugt mit selbst komponierten Texten und Melodien von Osteuropa bis Arabien. Dabei geht es „Dikanda“ nicht um den x-ten Aufguss traditioneller Standards oder irgendwelchen ethnischen Klängen, sondern um die Suche nach eigenen Tönen, die aus der Kraft der Volksmusik schöpfen. Die Vollblutmusiker transportieren lieber ein Gefühl statt nur Noten. Ihre herzergreifenden Balladen sind ebenso überzeugend wie ihre krachenden Polkas und die drei Sängerinnen sorgen für Gänsehaut-Feeling.

Zum Abschluss betritt ab Mitternacht „Wedge“ die Bretter. Die Band wurde im Frühjahr 2014 von drei passionierten Musikern und Party-Kumpels aus Berlin gegründet. Benannt nach dem ersten Steinwerkzeug der Menschheitsgeschichte ist ihr Sound simpel, roh und effektiv und verursacht bei richtiger Anwendung Feuer, ganz besonders live! Diese High-Energy-Rock'n'Roll-Lokomotive ist aber im Gegensatz zu vielen anderen Bands dieses Genres in der Lage, sehr eingängige Songs zu schreiben, die getrost mit dem Material ihrer Helden der psychedelischen 60er und der hard-rockenden 70er mithalten können.

Ab 2 Uhr übernimmt erneut die „Alliance Dub Station“ das Ruder und versüßt im Chillout-Zelt mit bewegungsfördernden Sounds die Zeit bis zum Sonnenaufgang.


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